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Hecke schneiden lassen 2026 – Kosten, Schnittzeiten & gesetzliche Vorgaben

Hecke schneiden lassen kostet ca. 3–8 € pro laufendem Meter oder 30–50 € pro Stunde. Ein typischer Tageseinsatz bei einem Einfamilienhaus liegt bei ca. 200–600 €. Wichtig: Vom 1. März bis 30. September gilt das Schnittverbot nach Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG § 39) – in dieser Zeit sind nur schonende Form- und Pflegeschnitte erlaubt. Radikale Rückschnitte sind nur im Winterhalbjahr zulässig.

Eine gepflegte Hecke macht das Grundstück attraktiv, gibt Sichtschutz und schützt vor Wind. Aber selbst schneiden ist anstrengend, gefährlich (besonders bei hohen Hecken) und braucht Zeit. Wer eine Gärtnerei oder einen Gartenpfleger beauftragt, spart Aufwand – und holt sich Profi-Qualität. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was das Heckeschneiden 2026 kostet, welche gesetzlichen Vorgaben gelten und worauf Sie achten sollten.

Was kostet das Heckeschneiden 2026?

Die Kosten werden meist nach laufendem Meter oder nach Stunden abgerechnet. Der Preis hängt ab von:

AbrechnungsartKosten (ca.)
Pro laufendem Meter (Standardhecke bis 2 m)3–8 €/m
Pro laufendem Meter (hohe Hecke über 2,5 m)8–15 €/m
Stundensatz Gartenpflege30–55 €/Std.
Tagespauschale (kleines Grundstück)200–500 €
Tagespauschale (großes Grundstück)500–1.000 €
Entsorgung Schnittgut (Container)50–200 €
Hubsteiger / Hebebühne (extra)200–400 €/Tag

Beispielrechnung: 30 Meter Buchsbaumhecke, 1,80 m hoch, mit Form- und Rückschnitt sowie Schnittgut-Entsorgung – etwa 200–350 € insgesamt. Bei einer 40 Meter langen, 3 m hohen Thujahecke mit Hubsteiger eher 600–900 €.

Schnittzeiten – das müssen Sie wissen

Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG § 39) regelt, wann Hecken radikal geschnitten werden dürfen. Hintergrund: Schutz von brütenden Vögeln und anderen Tieren.

ZeitraumWas ist erlaubt?
1. März – 30. SeptemberNur Form- und Pflegeschnitte erlaubt. Radikalschnitt verboten.
1. Oktober – 28./29. FebruarAlle Schnitte erlaubt – inkl. „auf den Stock setzen" und Rodung

Achtung Bußgeld: Wer in der Brutzeit (1. März bis 30. September) eine Hecke radikal zurückschneidet, riskiert Bußgelder bis zu 50.000 € pro Fall. Vor jedem Schnitt sollte die Hecke außerdem nach Vogelnestern abgesucht werden – auch bei Form- und Pflegeschnitten.

Was ist ein Form- und Pflegeschnitt?

Erlaubt sind in der Brutzeit nur schonende Schnitte zur Form-Erhaltung. Das heißt: junge Triebe einkürzen, Form bewahren, nicht radikal ins alte Holz schneiden. Was wann genau noch erlaubt ist, lesen Sie idealerweise direkt beim Bundesamt für Naturschutz oder bei Ihrer zuständigen unteren Naturschutzbehörde nach.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Schneiden?

HeckenartOptimaler Zeitpunkt
BuchsbaumFebruar/März, evtl. Pflegeschnitt im Juni
LigusterFebruar und nach Saison im Herbst
Thuja / LebensbaumFebruar–März, nicht zu radikal
HainbucheFebruar und Juni (vor Johanni)
EibeFebruar–März
KirschlorbeerFebruar/März, bei Bedarf nochmal im August
BucheJuni (vor Johanni) oder Februar

Tipp: Ein zweiter Schnitt um den Johannistag (24. Juni) – nach dem Brutzeit-Ende für die meisten Arten – sorgt für besonders dichten, schönen Wuchs. Vor dem Schnitt aber immer auf Nester prüfen.

Welche Leistungen sind im Heckeschnitt enthalten?

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Selbst schneiden oder Profi beauftragen?

Selbst schneiden – wann sinnvoll?

Bei niedrigen Hecken bis 1,50 m, kleinen Grundstücken und wenn Sie die nötige Ausrüstung haben (Heckenschere, evtl. elektrisch, Leiter, Astsäge, Handschuhe), können Sie selbst schneiden. Sie sparen Geld, brauchen aber Zeit, Kraft und etwas Erfahrung – sonst leidet die Hecke.

Profi beauftragen – wann lohnt sich's?

Was kostet die Selbstausrüstung?

Eine elektrische Heckenschere kostet 80–250 €, eine Akku-Heckenschere 150–400 €. Dazu kommen Leiter, Handschuhe, Sicherheitsbrille und ggf. Hubsteiger-Miete bei hohen Hecken (ca. 200 € pro Tag). Das rechnet sich nur bei jährlich mehreren Heckenschnitten.

Tipps für die Beauftragung

1. Hecke vermessen

Notieren Sie die Heckenlänge in Metern und schätzen Sie die Höhe. Auch die Heckenart sollten Sie nennen – das hilft dem Anbieter, ein realistisches Angebot zu machen.

2. Termin im Winterhalbjahr planen

Wer einen radikalen Rückschnitt plant, sollte zwischen Oktober und Februar buchen. Im Sommer sind nur Pflegeschnitte erlaubt. Außerdem: Im Frühjahr sind Gärtner stark ausgelastet – Termine besser frühzeitig reservieren.

3. Mehrere Angebote einholen

Mindestens 3 Angebote vergleichen. Achten Sie darauf, dass alle das Gleiche anbieten – inklusive Schnittgut-Entsorgung, gleicher Schnittumfang. Sonst sind Preise nicht vergleichbar.

4. Schriftlichen Vertrag oder Auftragsbestätigung

Auch bei kleinen Aufträgen ist eine schriftliche Auftragsbestätigung sinnvoll. Festlegen: Schnitthöhe, Schnittform, Entsorgung, Preis und Termin. So gibt es später keine Diskussionen.

5. Bewertungen prüfen

Google-Bewertungen oder Erfahrungsberichte anderer Kunden helfen, einen zuverlässigen Anbieter zu finden. Vorsicht bei Anbietern ohne Adresse, ohne Impressum oder mit ausschließlich perfekten 5-Sterne-Bewertungen.

Hecke an der Grundstücksgrenze – Was ist erlaubt?

Die Höhe und der Grenzabstand von Hecken sind in den Nachbargesetzen der Bundesländer geregelt – diese unterscheiden sich. Allgemein gilt:

Vor Streit mit Nachbarn: Wenn Sie eine Grenzhecke radikal kürzen wollen, sprechen Sie das vorab mit dem Nachbarn ab. Vor allem bei Sichtschutzhecken kann es sonst zu langen Streitigkeiten kommen. Im Zweifel können Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder einem Anwalt informieren.

Häufige Fragen zum Heckeschneiden

Wann darf ich die Hecke radikal zurückschneiden?

Nur zwischen dem 1. Oktober und dem 28./29. Februar – im Winterhalbjahr. In der Brutzeit vom 1. März bis 30. September sind laut Bundesnaturschutzgesetz nur schonende Form- und Pflegeschnitte erlaubt. Wer dagegen verstößt, riskiert Bußgelder bis zu 50.000 €.

Was kostet das Heckeschneiden pro Meter?

Standardhecken bis 2 m Höhe kosten ca. 3–8 € pro laufendem Meter. Bei hohen Hecken über 2,5 m steigt der Preis auf 8–15 € pro Meter, da oft Hubsteiger oder hohe Leitern nötig sind. Die Entsorgung des Schnittguts kommt meist mit 50–200 € dazu.

Übernimmt der Anbieter auch die Entsorgung des Schnittguts?

Ja, meist gegen Aufpreis. Klären Sie das vorab im Angebot. Alternativ können Sie das Schnittgut über die kommunale Grünabfuhr entsorgen oder selbst zum Wertstoffhof bringen.

Wie hoch darf meine Hecke an der Grundstücksgrenze sein?

Das regelt das Nachbarrecht des jeweiligen Bundeslandes. Üblich sind Maximalhöhen von 1,80–2,00 m bei kleinem Grenzabstand. Höhere Hecken brauchen entsprechend mehr Abstand zur Grundstücksgrenze. Im Zweifel bei der Gemeinde oder einem Anwalt erkundigen.

Was ist der Unterschied zwischen Form- und Rückschnitt?

Ein Formschnitt erhält die bestehende Form, indem neue Triebe eingekürzt werden. Ein Rückschnitt geht deutlich tiefer – oft ins alte Holz – und reduziert die Hecke insgesamt. Radikale Rückschnitte sind in der Brutzeit nicht erlaubt.

Was darf der Nachbar bei Heckenüberhang machen?

Der Nachbar darf Äste, die über die Grundstücksgrenze ragen, abschneiden – aber erst nachdem er den Heckenbesitzer schriftlich zur Beseitigung aufgefordert hat (Selbsthilferecht, § 910 BGB). Eine Frist von einigen Wochen ist üblich.

Wie oft im Jahr sollte eine Hecke geschnitten werden?

Meist reichen 1–2 Schnitte pro Jahr: ein Rückschnitt im Winterhalbjahr und ein Pflegeschnitt im Juni (nach Brutzeit-Ende). Schnellwachsende Arten wie Liguster oder Thuja brauchen oft 2 Schnitte, langsamere Arten wie Eibe nur einen.

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