Einen Keller abzudichten kostet je nach Methode als Richtwert zwischen 80 und 500 Euro pro Quadratmeter Wandfläche. Die Innenabdichtung liegt bei 80–250 €/m², die aufwendigere Außenabdichtung mit Aushub bei 200–500 €/m². Eine Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit kostet 100–350 €/lfm, eine Drainage 50–200 €/lfm. Für ein komplettes Einfamilienhaus von außen summiert sich die Sanierung schnell auf 15.000–30.000 Euro. Der genaue Preis hängt von Ursache, Aushubtiefe, Mauerwerk und Region ab.
In dieser Übersicht finden Sie alle Preise nach Methode, die Ursachen für einen feuchten Keller, wann welche Abdichtung sinnvoll ist, drei Rechenbeispiele aus der Praxis und Spartipps. Bei AuftragsGlück können Sie kostenlos Angebote von Fachbetrieben für Kellerabdichtung aus Ihrer Region einholen und vergleichen.
Die folgende Tabelle zeigt die üblichen Preisspannen für die häufigsten Abdichtungsmethoden. Es handelt sich um Richtwerte; der tatsächliche Preis hängt von Ursache, Aushubtiefe, Wanddicke, Mauerwerk und Region ab.
| Methode | Richtwert | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Innenabdichtung (Sanierputz, Dichtschlämme) | 80–250 €/m² | Wenn Aushub außen nicht möglich ist |
| Außenabdichtung (Freilegen & Abdichten) | 200–500 €/m² | Grundlegende, dauerhafte Sanierung |
| Horizontalsperre (Injektionsverfahren) | 100–350 €/lfm | Gegen aufsteigende Feuchtigkeit |
| Drainage verlegen | 50–200 €/lfm | Wasser vom Fundament ableiten |
| Erdaushub & Freilegen (Zuschlag außen) | 30–100 €/m³ | Vorarbeit für Außenabdichtung |
| Komplettsanierung Einfamilienhaus (außen) | 15.000–30.000 € | Rundum von außen |
Bevor abgedichtet wird, muss die Ursache klar sein – sonst behandelt man nur die Symptome. Ein Fachbetrieb ermittelt die Ursache mit Feuchtemessung und Schadensbild. Diese Faktoren sind am häufigsten:
| Ursache | Typisches Schadensbild | Passende Maßnahme |
|---|---|---|
| Drückendes Wasser / hoher Grundwasserstand | Nasse Wände bis in Höhe des Wasserstands | Außenabdichtung, ggf. Drainage |
| Sickerwasser / Regen von außen | Feuchte Außenwände nach Regen | Außenabdichtung + Drainage |
| Aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk | Feuchter Sockelbereich, Salzausblühungen | Horizontalsperre |
| Kondenswasser / Tauwasser | Feuchte an kalten Wandecken, Schimmel | Lüften, Innenabdichtung/Sanierputz |
| Defekte oder alte Bauwerksabdichtung | Flächige Durchfeuchtung im Altbau | Innen- oder Außenabdichtung |
Oft treffen mehrere Ursachen zusammen. Deshalb kombinieren Fachbetriebe die Methoden – etwa eine Außenabdichtung mit Drainage plus Horizontalsperre gegen aufsteigende Nässe.
Bei der Innenabdichtung wird der Keller von innen behandelt – der Boden bleibt unangetastet, es muss nicht gegraben werden. Das macht sie günstiger und ideal, wenn außen wegen Nachbarbebauung, Terrasse oder Zufahrt kein Aushub möglich ist. Üblich sind Sanierputz, Dichtschlämme, mineralische Dichtungsschlämmen oder eine Vorsatzschale. Die Kosten liegen bei 80–250 €/m² Wandfläche.
| Leistung | Richtwert pro m² Wand |
|---|---|
| Altputz abschlagen & entsorgen | 15–35 €/m² |
| Dichtschlämme / mineralische Abdichtung | 30–70 €/m² |
| Sanierputz auftragen (salzresistent) | 40–80 €/m² |
| Innenabdichtung komplett | 80–250 €/m² |
Wichtig: Die Innenabdichtung hält das Wasser aus dem Innenraum, das Mauerwerk selbst bleibt aber feucht. Sie ist deshalb oft eine gute, aber nicht immer die grundlegendste Lösung. Bei drückendem Wasser von außen ist sie meist nur in Kombination mit weiteren Maßnahmen sinnvoll.
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Kostenlos Angebote erhaltenBei der Außenabdichtung wird die Kellerwand bis zur Fundamentsohle freigelegt, gereinigt und mit einer Abdichtung (z. B. bituminöse Dickbeschichtung, Bitumendickbeschichtung, Dichtungsbahnen) versehen. Häufig kommt eine Noppen- oder Dränbahn sowie eine Drainage hinzu. Das ist die grundlegendste, aber auch aufwendigste Methode – der Erdaushub bestimmt den Preis maßgeblich. Richtwert: 200–500 €/m² Wandfläche.
| Leistung | Richtwert | Hinweis |
|---|---|---|
| Erdaushub & Freilegen der Wand | 30–100 €/m³ | Preis stark je nach Tiefe & Zugang |
| Wand reinigen & grundieren | 15–40 €/m² | Vorbereitung der Fläche |
| Bituminöse Dickbeschichtung | 40–90 €/m² | Eigentliche Abdichtung |
| Dränbahn / Perimeterdämmung | 25–70 €/m² | Schutz- & Dämmschicht |
| Verfüllen & Verdichten | 10–30 €/m² | Nacharbeit nach Abdichtung |
| Außenabdichtung komplett | 200–500 €/m² | Alle Schritte zusammen |
Steigt Feuchtigkeit von unten im Mauerwerk auf (kapillar aufsteigende Feuchte), hilft weder die reine Innen- noch die Außenabdichtung – hier braucht es eine Horizontalsperre. Dabei wird eine wasserabweisende Sperrschicht in die Wand eingebracht, meist per Injektionsverfahren mit Spezialharzen oder Silikonemulsion. Richtwert: 100–350 €/lfm Wand.
| Leistung | Richtwert | Hinweis |
|---|---|---|
| Horizontalsperre per Injektion | 100–350 €/lfm | Preis je nach Wanddicke & Mauerwerk |
| Druckinjektion (Risse, stark belastet) | 150–250 €/lfm | Für schwierige Fälle |
| Drainage verlegen (rund ums Haus) | 50–200 €/lfm | Leitet Wasser vom Fundament ab |
| Kontroll-/Revisionsschacht | 150–400 € je Stück | Für Wartung der Drainage |
Für ein Einfamilienhaus mit rund 10 Metern Wandumfang liegt eine Horizontalsperre damit als Richtwert bei etwa 1.000–3.500 Euro, je nach Wanddicke und Mauerwerk. Eine Drainage darf nicht überall ohne Weiteres verlegt werden – teils ist eine wasserrechtliche Genehmigung nötig. Das klärt der Fachbetrieb im Vorfeld.
Eine feuchte Kellerwand, 20 m² Wandfläche, Altputz abschlagen, Dichtschlämme und Sanierputz.
| Innenabdichtung (20 m² × ca. 150 €/m²) | 3.000 € |
| Entsorgung Altputz | 150–300 € |
| Anfahrt | 40–80 € |
| Gesamt | ca. 3.200–3.400 € |
Altbau mit feuchtem Sockel, 12 lfm Wand, Injektionsverfahren plus Sanierputz innen.
| Horizontalsperre (12 lfm × ca. 180 €/lfm) | 2.160 € |
| Sanierputz innen im Sockelbereich | 500–900 € |
| Anfahrt | 40–80 € |
| Gesamt | ca. 2.700–3.100 € |
Eine Hauswand freilegen, 30 m² abdichten, Dränbahn und 12 lfm Drainage.
| Außenabdichtung (30 m² × ca. 300 €/m²) | 9.000 € |
| Drainage (12 lfm × ca. 120 €/lfm) | 1.440 € |
| Verfüllen & Erdarbeiten | 800–1.500 € |
| Gesamt | ca. 11.000–12.500 € |
Eine dauerhafte Kellerabdichtung ist in aller Regel eine Aufgabe für den Fachbetrieb. Wird die Ursache falsch eingeschätzt oder die Abdichtung fehlerhaft ausgeführt, kommt die Feuchtigkeit zurück – und Folgeschäden wie Schimmel oder marodes Mauerwerk werden teuer. Selbst machen lässt sich meist nur einfaches Vorbereiten (etwa alten Putz abschlagen); die eigentliche Abdichtung, Injektion und der Erdaushub gehören in Profi-Hände.
| Selber machen | Profi beauftragen | |
|---|---|---|
| Kosten | nur Material bei Vorarbeiten | siehe Richtwerte oben |
| Ursachenanalyse | schwierig ohne Messtechnik | Feuchtemessung inklusive |
| Risiko | hoch (Feuchte kommt zurück) | gering bei fachgerechter Ausführung |
| Technik | fehlt (Injektion, Aushub) | vorhanden |
| Ideal für | Altputz abschlagen, aufräumen | Abdichtung, Injektion, Drainage |
Wird die Kellerabdichtung in Ihrem selbst genutzten Zuhause von einem Betrieb ausgeführt, lassen sich die Arbeits- und Fahrtkosten (nicht das Material) unter den Voraussetzungen des § 35a EStG steuerlich geltend machen: 20 % dieser Kosten mindern die Einkommensteuer, bis zu einer gesetzlichen Höchstgrenze pro Jahr. Voraussetzung ist eine ordentliche Rechnung mit ausgewiesenem Arbeitslohn und die Zahlung per Überweisung (keine Barzahlung).
Als Richtwert kostet die Innenabdichtung 80–250 €/m² Wandfläche, die Außenabdichtung 200–500 €/m². Eine Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchte liegt bei 100–350 €/lfm. Für ein komplettes Einfamilienhaus von außen sind 15.000–30.000 € üblich.
Die Außenabdichtung packt das Problem an der Wurzel und ist am gründlichsten, aber teurer und aufwendiger. Die Innenabdichtung ist günstiger und sinnvoll, wenn außen kein Aushub möglich ist. Welche Methode passt, hängt von der Ursache ab und sollte ein Fachbetrieb beurteilen.
Eine Horizontalsperre per Injektionsverfahren kostet als Richtwert 100–350 €/lfm Wand. Für ein Einfamilienhaus mit rund 10 Metern Wandumfang ergeben sich etwa 1.000–3.500 €, je nach Wanddicke und Mauerwerk.
Feuchte im Sockelbereich mit Salzausblühungen deutet auf aufsteigende Feuchtigkeit, nasse Wände nach Regen auf Sickerwasser, flächige Nässe auf eine defekte Abdichtung. Genaue Klarheit bringt eine Feuchtemessung durch den Fachbetrieb.
Eine Drainage kostet als Richtwert 50–200 €/lfm, je nach Aushubtiefe, Zugang und Ausführung. Hinzu kommen ggf. Kontrollschächte mit 150–400 € je Stück. Teils ist eine wasserrechtliche Genehmigung nötig.
Vorarbeiten wie Ausräumen oder Altputz abschlagen sind machbar. Die eigentliche Abdichtung, die Injektion einer Horizontalsperre und der Erdaushub gehören jedoch in Profi-Hände – eine fehlerhafte Ausführung führt schnell zu teuren Folgeschäden.
Für Arbeiten im selbst genutzten Zuhause lassen sich die Arbeits- und Fahrtkosten (nicht das Material) unter den Voraussetzungen des § 35a EStG mit 20 % von der Steuer absetzen. Nötig sind eine Rechnung mit Arbeitslohn und Zahlung per Überweisung. Bitte individuell prüfen lassen.