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Keller abdichten Kosten 2026 – Was kostet die Abdichtung von innen oder außen?

Einen Keller abzudichten kostet je nach Methode als Richtwert zwischen 80 und 500 Euro pro Quadratmeter Wandfläche. Die Innenabdichtung liegt bei 80–250 €/m², die aufwendigere Außenabdichtung mit Aushub bei 200–500 €/m². Eine Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit kostet 100–350 €/lfm, eine Drainage 50–200 €/lfm. Für ein komplettes Einfamilienhaus von außen summiert sich die Sanierung schnell auf 15.000–30.000 Euro. Der genaue Preis hängt von Ursache, Aushubtiefe, Mauerwerk und Region ab.

In dieser Übersicht finden Sie alle Preise nach Methode, die Ursachen für einen feuchten Keller, wann welche Abdichtung sinnvoll ist, drei Rechenbeispiele aus der Praxis und Spartipps. Bei AuftragsGlück können Sie kostenlos Angebote von Fachbetrieben für Kellerabdichtung aus Ihrer Region einholen und vergleichen.

80–250 €/m²
Innenabdichtung (Wand)
200–500 €/m²
Außenabdichtung (Wand)
100–350 €/lfm
Horizontalsperre (Injektion)
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Keller abdichten Kosten nach Methode im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt die üblichen Preisspannen für die häufigsten Abdichtungsmethoden. Es handelt sich um Richtwerte; der tatsächliche Preis hängt von Ursache, Aushubtiefe, Wanddicke, Mauerwerk und Region ab.

Methode Richtwert Typischer Einsatz
Innenabdichtung (Sanierputz, Dichtschlämme)80–250 €/m²Wenn Aushub außen nicht möglich ist
Außenabdichtung (Freilegen & Abdichten)200–500 €/m²Grundlegende, dauerhafte Sanierung
Horizontalsperre (Injektionsverfahren)100–350 €/lfmGegen aufsteigende Feuchtigkeit
Drainage verlegen50–200 €/lfmWasser vom Fundament ableiten
Erdaushub & Freilegen (Zuschlag außen)30–100 €/m³Vorarbeit für Außenabdichtung
Komplettsanierung Einfamilienhaus (außen)15.000–30.000 €Rundum von außen
Kurz gesagt: Die Innenabdichtung ist die günstigere Lösung und dann sinnvoll, wenn außen nicht gegraben werden kann. Die Außenabdichtung ist aufwendiger und teurer, packt das Problem aber an der Wurzel. Steigt Feuchtigkeit im Mauerwerk auf, kommt zusätzlich eine Horizontalsperre ins Spiel.

Ursachen für einen feuchten Keller

Bevor abgedichtet wird, muss die Ursache klar sein – sonst behandelt man nur die Symptome. Ein Fachbetrieb ermittelt die Ursache mit Feuchtemessung und Schadensbild. Diese Faktoren sind am häufigsten:

Ursache Typisches Schadensbild Passende Maßnahme
Drückendes Wasser / hoher GrundwasserstandNasse Wände bis in Höhe des WasserstandsAußenabdichtung, ggf. Drainage
Sickerwasser / Regen von außenFeuchte Außenwände nach RegenAußenabdichtung + Drainage
Aufsteigende Feuchtigkeit im MauerwerkFeuchter Sockelbereich, SalzausblühungenHorizontalsperre
Kondenswasser / TauwasserFeuchte an kalten Wandecken, SchimmelLüften, Innenabdichtung/Sanierputz
Defekte oder alte BauwerksabdichtungFlächige Durchfeuchtung im AltbauInnen- oder Außenabdichtung

Oft treffen mehrere Ursachen zusammen. Deshalb kombinieren Fachbetriebe die Methoden – etwa eine Außenabdichtung mit Drainage plus Horizontalsperre gegen aufsteigende Nässe.

Innenabdichtung: Kosten im Detail

Bei der Innenabdichtung wird der Keller von innen behandelt – der Boden bleibt unangetastet, es muss nicht gegraben werden. Das macht sie günstiger und ideal, wenn außen wegen Nachbarbebauung, Terrasse oder Zufahrt kein Aushub möglich ist. Üblich sind Sanierputz, Dichtschlämme, mineralische Dichtungsschlämmen oder eine Vorsatzschale. Die Kosten liegen bei 80–250 €/m² Wandfläche.

Leistung Richtwert pro m² Wand
Altputz abschlagen & entsorgen15–35 €/m²
Dichtschlämme / mineralische Abdichtung30–70 €/m²
Sanierputz auftragen (salzresistent)40–80 €/m²
Innenabdichtung komplett80–250 €/m²

Wichtig: Die Innenabdichtung hält das Wasser aus dem Innenraum, das Mauerwerk selbst bleibt aber feucht. Sie ist deshalb oft eine gute, aber nicht immer die grundlegendste Lösung. Bei drückendem Wasser von außen ist sie meist nur in Kombination mit weiteren Maßnahmen sinnvoll.

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Außenabdichtung: Kosten im Detail

Bei der Außenabdichtung wird die Kellerwand bis zur Fundamentsohle freigelegt, gereinigt und mit einer Abdichtung (z. B. bituminöse Dickbeschichtung, Bitumendickbeschichtung, Dichtungsbahnen) versehen. Häufig kommt eine Noppen- oder Dränbahn sowie eine Drainage hinzu. Das ist die grundlegendste, aber auch aufwendigste Methode – der Erdaushub bestimmt den Preis maßgeblich. Richtwert: 200–500 €/m² Wandfläche.

Leistung Richtwert Hinweis
Erdaushub & Freilegen der Wand30–100 €/m³Preis stark je nach Tiefe & Zugang
Wand reinigen & grundieren15–40 €/m²Vorbereitung der Fläche
Bituminöse Dickbeschichtung40–90 €/m²Eigentliche Abdichtung
Dränbahn / Perimeterdämmung25–70 €/m²Schutz- & Dämmschicht
Verfüllen & Verdichten10–30 €/m²Nacharbeit nach Abdichtung
Außenabdichtung komplett200–500 €/m²Alle Schritte zusammen
Gut zu wissen: Ist die Kellerwand ohnehin freigelegt, lohnt es sich, gleich eine Perimeterdämmung mit anzubringen. Bei energetischen Sanierungen greifen unter Umständen Förderungen – ob das für Ihr Vorhaben zutrifft, klären Sie am besten vorab mit einem Fachbetrieb.

Horizontalsperre & Drainage

Steigt Feuchtigkeit von unten im Mauerwerk auf (kapillar aufsteigende Feuchte), hilft weder die reine Innen- noch die Außenabdichtung – hier braucht es eine Horizontalsperre. Dabei wird eine wasserabweisende Sperrschicht in die Wand eingebracht, meist per Injektionsverfahren mit Spezialharzen oder Silikonemulsion. Richtwert: 100–350 €/lfm Wand.

Leistung Richtwert Hinweis
Horizontalsperre per Injektion100–350 €/lfmPreis je nach Wanddicke & Mauerwerk
Druckinjektion (Risse, stark belastet)150–250 €/lfmFür schwierige Fälle
Drainage verlegen (rund ums Haus)50–200 €/lfmLeitet Wasser vom Fundament ab
Kontroll-/Revisionsschacht150–400 € je StückFür Wartung der Drainage

Für ein Einfamilienhaus mit rund 10 Metern Wandumfang liegt eine Horizontalsperre damit als Richtwert bei etwa 1.000–3.500 Euro, je nach Wanddicke und Mauerwerk. Eine Drainage darf nicht überall ohne Weiteres verlegt werden – teils ist eine wasserrechtliche Genehmigung nötig. Das klärt der Fachbetrieb im Vorfeld.

3 Kostenbeispiele aus der Praxis

Beispiel 1: Innenabdichtung einer Kellerwand

Eine feuchte Kellerwand, 20 m² Wandfläche, Altputz abschlagen, Dichtschlämme und Sanierputz.

Innenabdichtung (20 m² × ca. 150 €/m²)3.000 €
Entsorgung Altputz150–300 €
Anfahrt40–80 €
Gesamtca. 3.200–3.400 €

Beispiel 2: Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchte

Altbau mit feuchtem Sockel, 12 lfm Wand, Injektionsverfahren plus Sanierputz innen.

Horizontalsperre (12 lfm × ca. 180 €/lfm)2.160 €
Sanierputz innen im Sockelbereich500–900 €
Anfahrt40–80 €
Gesamtca. 2.700–3.100 €

Beispiel 3: Außenabdichtung mit Drainage

Eine Hauswand freilegen, 30 m² abdichten, Dränbahn und 12 lfm Drainage.

Außenabdichtung (30 m² × ca. 300 €/m²)9.000 €
Drainage (12 lfm × ca. 120 €/lfm)1.440 €
Verfüllen & Erdarbeiten800–1.500 €
Gesamtca. 11.000–12.500 €

Selber machen oder Profi beauftragen?

Eine dauerhafte Kellerabdichtung ist in aller Regel eine Aufgabe für den Fachbetrieb. Wird die Ursache falsch eingeschätzt oder die Abdichtung fehlerhaft ausgeführt, kommt die Feuchtigkeit zurück – und Folgeschäden wie Schimmel oder marodes Mauerwerk werden teuer. Selbst machen lässt sich meist nur einfaches Vorbereiten (etwa alten Putz abschlagen); die eigentliche Abdichtung, Injektion und der Erdaushub gehören in Profi-Hände.

  Selber machen Profi beauftragen
Kostennur Material bei Vorarbeitensiehe Richtwerte oben
Ursachenanalyseschwierig ohne MesstechnikFeuchtemessung inklusive
Risikohoch (Feuchte kommt zurück)gering bei fachgerechter Ausführung
Technikfehlt (Injektion, Aushub)vorhanden
Ideal fürAltputz abschlagen, aufräumenAbdichtung, Injektion, Drainage

6 Spartipps bei der Kellerabdichtung

1. Ursache zuerst klären. Lassen Sie die Ursache fachgerecht feststellen, bevor abgedichtet wird. Die passende Methode spart teure Doppelarbeit, weil die Feuchtigkeit sonst zurückkommt.
2. Mehrere Angebote einholen und das passende wählen. Die Preise verschiedener Betriebe liegen oft spürbar auseinander. Holen Sie mindestens drei Angebote ein und vergleichen Sie Leistung und Umfang in Ruhe.
3. Vorarbeiten selbst erledigen. Räumen des Kellers oder Abschlagen von altem Putz können Sie oft selbst übernehmen – das reduziert die Arbeitsstunden des Betriebs.
4. Maßnahmen bündeln. Ist die Wand ohnehin freigelegt, gleich Drainage und Perimeterdämmung mitmachen lassen – so fällt der Aushub nur einmal an.
5. Innen- statt Außenabdichtung prüfen. Wenn außen kein Aushub möglich oder nötig ist, ist die Innenabdichtung die deutlich günstigere Lösung. Ein Fachbetrieb sagt Ihnen, ob sie ausreicht.
6. Förderung abklären. Bei energetischer Sanierung (z. B. Perimeterdämmung) kann eine Förderung infrage kommen. Fragen Sie den Betrieb, ob das für Ihr Vorhaben gilt.

Kellerabdichtung von der Steuer absetzen

Wird die Kellerabdichtung in Ihrem selbst genutzten Zuhause von einem Betrieb ausgeführt, lassen sich die Arbeits- und Fahrtkosten (nicht das Material) unter den Voraussetzungen des § 35a EStG steuerlich geltend machen: 20 % dieser Kosten mindern die Einkommensteuer, bis zu einer gesetzlichen Höchstgrenze pro Jahr. Voraussetzung ist eine ordentliche Rechnung mit ausgewiesenem Arbeitslohn und die Zahlung per Überweisung (keine Barzahlung).

Unverbindlicher Hinweis: Dies ist keine Steuerberatung. Ob und in welcher Höhe der Abzug in Ihrem Fall möglich ist, klären Sie bitte individuell – zum Beispiel mit Ihrem Steuerberater oder dem Finanzamt.

Häufige Fragen zu Kellerabdichtung-Kosten

Was kostet es, einen Keller abzudichten?

Als Richtwert kostet die Innenabdichtung 80–250 €/m² Wandfläche, die Außenabdichtung 200–500 €/m². Eine Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchte liegt bei 100–350 €/lfm. Für ein komplettes Einfamilienhaus von außen sind 15.000–30.000 € üblich.

Ist Innen- oder Außenabdichtung besser?

Die Außenabdichtung packt das Problem an der Wurzel und ist am gründlichsten, aber teurer und aufwendiger. Die Innenabdichtung ist günstiger und sinnvoll, wenn außen kein Aushub möglich ist. Welche Methode passt, hängt von der Ursache ab und sollte ein Fachbetrieb beurteilen.

Was kostet eine Horizontalsperre?

Eine Horizontalsperre per Injektionsverfahren kostet als Richtwert 100–350 €/lfm Wand. Für ein Einfamilienhaus mit rund 10 Metern Wandumfang ergeben sich etwa 1.000–3.500 €, je nach Wanddicke und Mauerwerk.

Woran erkenne ich die Ursache für einen feuchten Keller?

Feuchte im Sockelbereich mit Salzausblühungen deutet auf aufsteigende Feuchtigkeit, nasse Wände nach Regen auf Sickerwasser, flächige Nässe auf eine defekte Abdichtung. Genaue Klarheit bringt eine Feuchtemessung durch den Fachbetrieb.

Was kostet eine Drainage rund ums Haus?

Eine Drainage kostet als Richtwert 50–200 €/lfm, je nach Aushubtiefe, Zugang und Ausführung. Hinzu kommen ggf. Kontrollschächte mit 150–400 € je Stück. Teils ist eine wasserrechtliche Genehmigung nötig.

Kann ich den Keller selbst abdichten?

Vorarbeiten wie Ausräumen oder Altputz abschlagen sind machbar. Die eigentliche Abdichtung, die Injektion einer Horizontalsperre und der Erdaushub gehören jedoch in Profi-Hände – eine fehlerhafte Ausführung führt schnell zu teuren Folgeschäden.

Kann ich die Kellerabdichtung von der Steuer absetzen?

Für Arbeiten im selbst genutzten Zuhause lassen sich die Arbeits- und Fahrtkosten (nicht das Material) unter den Voraussetzungen des § 35a EStG mit 20 % von der Steuer absetzen. Nötig sind eine Rechnung mit Arbeitslohn und Zahlung per Überweisung. Bitte individuell prüfen lassen.

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