Willkommen bei AuftragsGlück. Registrieren Sie sich kostenlos – damit Sie:
Ein guter Einbruchschutz beginnt bei mechanischen Sicherungen: Ein Sicherheitsschloss kostet ca. 100–250 €, ein Panzerriegel ca. 300–700 €, abschließbare Fenstergriffe ca. 30–80 € pro Fenster. Eine Alarmanlage liegt bei ca. 800–8.000 €. Die KfW fördert Einbruchschutz mit bis zu 1.600 € Zuschuss pro Wohneinheit. Lassen Sie sich vor der Beauftragung von mehreren Fachbetrieben Angebote erstellen.
Laut Polizeilicher Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts (BKA) wird in Deutschland alle paar Minuten in eine Wohnung eingebrochen – die meisten Einbrüche finden tagsüber in der dunklen Jahreszeit zwischen Oktober und März statt. Die gute Nachricht: Über 40 % aller Einbruchsversuche scheitern bereits an einfacher mechanischer Sicherung. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Maßnahmen wirklich helfen, was sie kosten und welche Förderung Sie nutzen können.
Bevor Sie investieren, sollten Sie wissen, wo die Schwachstellen liegen. Bei Einfamilienhäusern gelangen Einbrecher meist über Fenster und Terrassentüren ins Haus. In Etagenwohnungen ist die Wohnungstür der Hauptangriffspunkt.
| Eingangspunkt | Häufigkeit (ca.) | Typische Schwachstelle |
|---|---|---|
| Fenster & Terrassentür (EG) | etwa 50 % | Aufhebeln des Fensterrahmens |
| Wohnungstür | etwa 30 % | Aufhebeln, Schließzylinder ziehen |
| Kellertür / Nebeneingang | etwa 10 % | Veraltete Schlösser, dünne Türen |
| Balkontür Obergeschoss | etwa 5 % | Kletter-Hilfen wie Mülltonnen |
| Sonstige (Dach, Garage) | etwa 5 % | Sehr selten, aber möglich |
Tipp: Bevor Sie eine teure Alarmanlage einbauen, sollten Sie immer zuerst die mechanische Sicherung verbessern. Mechanik schreckt Einbrecher ab – Alarm meldet nur, dass es zu spät ist.
Der einfachste und wirksamste Schutz an der Wohnungstür: Ein Sicherheitsschließzylinder mit Bohr-, Pick- und Ziehschutz verhindert die häufigsten Angriffsmethoden. Achten Sie auf Zylinder mit Sicherheitskarte (Schlüssel-Nachfertigung nur mit Karte). Geprüfte Qualität erkennen Sie an der DIN-Norm EN 1303.
Ein Panzerriegel sichert die Tür über die ganze Breite – also auf Schloss- UND Bandseite. Er macht das Aufhebeln nahezu unmöglich. Empfohlen besonders für Wohnungstüren und Hauseingangstüren in Erdgeschoss- und 1. OG-Lage.
Der Klassiker für Erdgeschoss-Fenster: Ein abschließbarer Griff verhindert, dass ein Einbrecher das Fenster nach dem Aufhebeln öffnen kann. Günstig, schnell montiert, mit guter Wirkung.
Die wichtigste Maßnahme bei Fenstern: Statt normaler Rollzapfen werden Pilzkopfzapfen montiert, die sich beim Hebeln im Schließblech verkrallen. Lohnt sich vor allem im Erdgeschoss und bei leicht erreichbaren Fenstern.
Zusätzliche Riegel, die auf das Fenster geschraubt werden. Verhindern das Aufhebeln auch bei alten Fenstern, bei denen sich eine Pilzkopf-Nachrüstung nicht lohnt.
Alarmanlagen, Bewegungsmelder mit Licht und Videoüberwachung sind sinnvolle Ergänzungen – sie ersetzen aber keine mechanische Sicherung. Bei der Alarmanlage gibt es zwei Varianten: Funk (einfacher nachrüstbar) und verkabelt (zuverlässiger, aber baulich aufwendig).
Die Kosten hängen stark von der Qualität, der Anzahl der gesicherten Bauteile und der Region ab. Hier typische Preisspannen inklusive Material und Montage:
| Maßnahme | Kosten (ca.) | Lohnt sich besonders bei |
|---|---|---|
| Sicherheits-Schließzylinder einbauen | 100–250 € | jede Wohnungstür |
| Panzerriegel / Querriegelschloss | 300–700 € | EG-Wohnungen, Hauseingang |
| Tür-Zusatzschloss | 150–400 € | Wohnungstüren ohne Panzerriegel |
| Abschließbarer Fenstergriff | 30–80 € / Fenster | EG-Fenster, schnell nachrüstbar |
| Pilzkopfzapfen nachrüsten | 80–150 € / Fenster | EG- und Souterrain-Fenster |
| Fenster-Aufschraubsicherung | 100–200 € / Fenster | alte Holzfenster |
| Alarmanlage Funk (Basis) | 800–2.500 € | Mieter und Eigentümer |
| Alarmanlage verkabelt (Profi) | 2.500–8.000 € | EFH und größere Wohnungen |
| Videoüberwachung (1 Kamera) | 200–500 € | Eingangsbereich |
| Videoüberwachung (Mehrfach-Set) | 800–2.500 € | EFH, größere Objekte |
| Bewegungsmelder mit Außenleuchte | 50–200 € | Hauseingang, Garten, Garage |
| Smart Lock (elektronisches Schloss) | 150–400 € | Komfortlösung, kein vollwertiger Einbruchschutz |
| Einbruchhemmende Haustür (RC2) | 1.500–4.000 € | EFH, Hauseingangstür |
Vorsicht bei Pauschalangeboten: Seriöse Fachbetriebe schauen sich Ihr Objekt vor Ort an, bevor sie ein Angebot machen. Wer am Telefon einen Festpreis nennt, ohne die Tür oder die Fenster gesehen zu haben, ist meist nicht seriös – das gilt besonders bei sogenannten „Schlüsseldienst-Notdiensten".
Die KfW-Bank fördert über das Programm „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss (455-E)" gezielt Einbruchschutz-Maßnahmen. Stand 2026 gibt es bis zu 20 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten:
Wichtig: Der Antrag muss vor Beauftragung des Handwerkers gestellt werden. Die Maßnahmen müssen von einem Fachunternehmen ausgeführt werden – Eigenleistung wird nicht gefördert. Aktuelle Förderkonditionen erfahren Sie direkt auf der KfW-Website (kfw.de).
Einfache Maßnahmen wie abschließbare Fenstergriffe, Türriegel zum Anbringen oder elektronische Geräte (Funk-Alarmanlage, Kameras innen) sind in der Regel ohne Zustimmung des Vermieters möglich, wenn sie rückbaubar sind. Bei baulichen Veränderungen – Panzerriegel, Schließzylinder-Wechsel, fest verbaute Außenkameras – brauchen Sie die schriftliche Zustimmung des Vermieters. Klären Sie das vorher ab und holen Sie sich die Erlaubnis schriftlich ein.
Sie entscheiden frei, was eingebaut wird. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) gilt allerdings: Veränderungen am Gemeinschaftseigentum (Hauseingangstür, Fassade, gemeinsame Kellertüren) benötigen einen Beschluss der Eigentümerversammlung. Wohnungstüren in der eigenen Einheit sind in der Regel Sondereigentum.
| Maßnahme | Passender Fachbetrieb |
|---|---|
| Schloss, Schließzylinder, Panzerriegel | Schlüsseldienst, Tischler/Schreiner |
| Fenstersicherung, Pilzkopfzapfen | Tischler, Fensterbauer |
| Einbruchhemmende Tür einbauen | Tischler, Schreiner, Schlosser |
| Alarmanlage und Videoüberwachung | Elektriker, Sicherheitstechniker |
| Bewegungsmelder mit Außenbeleuchtung | Elektriker |
| Smart Lock einbauen | Schlüsseldienst, Elektriker |
Erhalten Sie kostenlos Angebote von geprüften Fachbetrieben aus Ihrer Region. Beschreiben Sie einmal Ihren Bedarf – mehrere Profis melden sich bei Ihnen.
Kostenlos Angebote erhaltenAbschließbare Fenstergriffe für alle Erdgeschoss-Fenster, ein hochwertiger Sicherheits-Schließzylinder an der Wohnungstür, ein Bewegungsmelder mit Außenleuchte am Hauseingang. Diese Kombination schreckt Gelegenheitstäter zuverlässig ab und ist günstig nachrüstbar.
Zusätzlich Panzerriegel an der Wohnungs- oder Haustür, Pilzkopfzapfen an allen Erdgeschoss-Fenstern, einbruchhemmende Haustür (mindestens Widerstandsklasse RC2). Sinnvoll für Häuser und EG-Wohnungen in Gegenden mit erhöhtem Einbruchsrisiko.
Alle Stufe-2-Maßnahmen plus Alarmanlage mit Einbruchmeldern, Videoüberwachung im Außenbereich und gegebenenfalls Aufschaltung auf einen Sicherheitsdienst. Empfehlenswert bei höherem Versicherungswert oder besonders gefährdeten Lagen.
Bei den meisten Wohnungen lohnt sich zuerst die mechanische Sicherung von Fenstern und Türen – also abschließbare Fenstergriffe, Pilzkopfzapfen und ein sicherer Schließzylinder. Mechanik schreckt Einbrecher ab, weil sie viel Zeit kostet. Eine Alarmanlage ist eine sinnvolle Ergänzung, aber kein Ersatz.
RC steht für „Resistance Class" und beschreibt den Widerstand gegen Einbruchversuche nach DIN EN 1627. RC2 hält einem Gelegenheitstäter mit einfachem Werkzeug etwa 3 Minuten stand, RC3 etwa 5 Minuten. Für private Wohnhäuser wird in der Regel mindestens RC2, besser RC2N empfohlen.
Manche Hausrat- und Wohngebäudeversicherer gewähren Rabatte oder höhere Versicherungssummen, wenn bestimmte Sicherungsstandards erfüllt sind. Das ist aber nicht überall der Fall. Fragen Sie Ihren Versicherer vor dem Einbau, welche Maßnahmen anerkannt werden und ob Sie einen Nachweis benötigen.
Die KfW fördert über das Programm „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss (455-E)" Einbruchschutz mit etwa 20 % der förderfähigen Kosten – pro Wohneinheit bis zu rund 1.600 €. Voraussetzung: Antrag vor Beauftragung und Ausführung durch ein Fachunternehmen. Aktuelle Konditionen finden Sie auf kfw.de.
Ja, vor allem eine Funk-Alarmanlage, die ohne bauliche Veränderungen montiert werden kann. Sie ist bei Auszug rückbaubar und schützt vor Einbrüchen und Diebstahl. Vor dem Kauf sollten Sie aber prüfen, ob es im Haus bereits einen Alarmdienst gibt – oft reicht eine günstige Lösung.
Einfache Maßnahmen wie das Anschrauben eines abschließbaren Fenstergriffs sind durchaus selbst machbar. Bei Panzerriegeln, Sicherheitsschlössern und besonders bei einbruchhemmenden Türen sollten Sie einen Fachbetrieb beauftragen. Nur korrekt montiertes Material erfüllt die geprüften Standards und wird von der KfW gefördert.
Mindestens drei. Preisunterschiede von 30–50 % sind bei Einbruchschutz-Arbeiten normal. Über AuftragsGlück beschreiben Sie Ihr Vorhaben einmal und erhalten Angebote von mehreren Fachbetrieben aus Ihrer Region – kostenlos und unverbindlich.
Kostenlos und unverbindlich – Angebote von geprüften Profis aus Ihrer Region erhalten.
Kostenlos Angebote erhalten