Eine Wallbox inklusive Installation kostet zwischen 1.200 und 3.500 Euro. Die Wallbox selbst liegt bei 400–1.500 €, die Installation durch einen Elektriker bei 500–2.000 €. Der größte Kostenfaktor ist die Entfernung vom Sicherungskasten zum Stellplatz – je länger die Kabelstrecke, desto teurer.
Die Installation einer Wallbox muss beim Netzbetreiber angemeldet werden. Eine 11-kW-Wallbox ist nur meldepflichtig, eine 22-kW-Wallbox braucht eine Genehmigung. Die meisten Elektroautos laden mit 11 kW völlig ausreichend schnell – über Nacht ist der Akku voll.
| Posten | 11 kW Wallbox | 22 kW Wallbox |
|---|---|---|
| Wallbox (Gerät) | 400–900 € | 700–1.500 € |
| Kabel + Leitungsverlegung | 200–800 € | 200–800 € |
| Sicherungskasten anpassen | 100–400 € | 200–600 € |
| FI-Schutzschalter (Typ B) | 100–300 € | 100–300 € |
| Montage + Anschluss | 200–500 € | 300–600 € |
| Anmeldung Netzbetreiber | kostenlos | 0–200 € |
| Gesamtkosten | 1.200–2.500 € | 1.800–3.500 € |
Praxis-Tipp: Wenn der Sicherungskasten in der Nähe der Garage ist (unter 10 m Kabelweg), liegen die Gesamtkosten meist am unteren Ende. Bei längeren Strecken oder wenn eine Kernbohrung durch die Wand nötig ist, steigen die Kosten.
Lädt einen 60-kWh-Akku in ca. 6 Stunden (20–80 %). Über Nacht anschließen, morgens voll. Nur Anmeldung beim Netzbetreiber nötig (keine Genehmigung). Günstiger in Anschaffung und Installation.
Lädt doppelt so schnell – 60 kWh in ca. 3 Stunden. Genehmigung vom Netzbetreiber erforderlich (kann verweigert werden). Nur sinnvoll, wenn Ihr Auto auch 22 kW Onboard-Laden unterstützt – viele Modelle laden max. 11 kW.
Die Installation muss zwingend von einem zugelassenen Elektrofachbetrieb durchgeführt werden. Typische Arbeitsschritte:
Der Elektriker prüft den Sicherungskasten, die vorhandene Leitungskapazität und den Kabelweg zur Garage/Stellplatz. Darauf basiert das Angebot.
Neuer Sicherungsautomat und FI-Schutzschalter (Typ B oder Typ A EV) einbauen. Eventuell Zählerplatz erweitern. Kosten: 200–600 €.
5×4 mm² Kabel (11 kW) oder 5×6 mm² (22 kW) vom Sicherungskasten zur Wallbox. Aufputz oder Unterputz, evtl. Kernbohrung. Kosten: 200–800 € je nach Strecke.
Wandmontage oder Standfuß, Anschluss, Funktionstest, Protokoll. Kosten: 200–500 €.
Die Förderlandschaft ändert sich regelmäßig. Aktueller Stand 2026:
Die KfW hat in der Vergangenheit Wallboxen mit bis zu 900 € gefördert (Programm 440/442). Prüfen Sie den aktuellen Stand auf der KfW-Website, da neue Programme aufgelegt werden können.
Viele Bundesländer und Kommunen bieten eigene Zuschüsse für Wallboxen, z. B. NRW (progres.nrw), Bayern, Baden-Württemberg. Fragen Sie bei Ihrer Stadt oder Ihrem Energieversorger nach.
Die Installationskosten (Arbeitslohn) können Sie als Handwerkerleistung von der Steuer absetzen: 20 % der Lohnkosten, max. 1.200 € pro Jahr.
Spart 500–1.000 € bei Gerät und Installation. Für die allermeisten E-Auto-Besitzer völlig ausreichend.
Elektriker-Preise schwanken stark. Über AuftragsGlück erhalten Sie kostenlos mehrere Angebote und können den besten Preis wählen.
Jeder zusätzliche Meter Kabel kostet 10–20 €. Platzieren Sie die Wallbox möglichst nah am Sicherungskasten.
Wenn Sie eine Solaranlage haben oder planen: Eine PV-fähige Wallbox lädt mit kostenlosem Solarstrom. Spart langfristig Hunderte Euro pro Jahr.
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Jetzt Elektriker findenNein. Die Installation muss von einem zugelassenen Elektrofachbetrieb durchgeführt werden. Selbstinstallation ist nicht erlaubt und kann die Versicherung ungültig machen. Vorarbeiten wie Kabelkanal stemmen können Sie aber selbst erledigen.
Ja, seit der WEMoG-Reform haben Mieter und Wohnungseigentümer einen Rechtsanspruch auf eine Wallbox. Der Vermieter darf nicht grundlos ablehnen. Die Kosten trägt allerdings der Mieter.
Technisch ja, aber nicht empfohlen. Eine Haushaltssteckdose (Schuko) liefert nur 2,3 kW – das dauert über 24 Stunden für eine Volladung. Außerdem kann die Dauerbelastung zu Überhitzung führen. Eine Wallbox ist sicherer und 5× schneller.
In der Regel 3–6 Stunden. Bei einfachen Installationen (Sicherungskasten in der Garage) auch in 2 Stunden machbar. Aufwendigere Installationen mit langer Kabelstrecke oder Erdarbeiten können einen ganzen Tag dauern.
Bei einem Verbrauch von 18 kWh/100 km und einem Strompreis von 30 Ct/kWh: ca. 5,40 € pro 100 km. Zum Vergleich: Ein Benziner mit 7 l/100 km kostet ca. 12 € pro 100 km. Mit eigener PV-Anlage sinken die Ladekosten auf 2–3 €/100 km.