Eine klemmende Tür liegt meist an lockeren Scharnieren, verzogenem Rahmen durch Feuchtigkeit oder einem verrutschten Schließblech. In den meisten Fällen können Sie das Problem selbst beheben: Scharniere nachziehen (5 Minuten), Tür abhobeln oder Schließblech nachstellen. Hilft das nicht, kostet ein Schreiner oder Tischler für die Reparatur 50 bis 200 Euro.
Klemmende Türen sind ein Alltagsärgernis, das in fast jeder Wohnung vorkommt – besonders in Altbauten und bei Holztüren, die auf Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen reagieren. Die gute Nachricht: Mit wenigen Werkzeugen können Sie die meisten Probleme selbst lösen.
Durch tägliche Nutzung lockern sich die Schrauben der Türscharniere. Die Tür sackt ab und schleift am Boden oder klemmt oben am Rahmen.
Alle Schrauben der Scharniere mit einem Schraubendreher oder Akkuschrauber nachziehen. Greifen die Schrauben nicht mehr (ausgeleiertes Bohrloch), stecken Sie einen Zahnstocher mit Holzleim ins Loch und schrauben Sie die Schraube wieder ein. Alternativ: eine Nummer größere Schraube verwenden.
Besonders Holztüren in Bad und Küche nehmen Feuchtigkeit auf und dehnen sich aus – im Sommer und bei hoher Luftfeuchtigkeit klemmen sie stärker als im Winter.
Schleifstelle identifizieren (Abriebspuren an Tür oder Rahmen). Mit Schleifpapier (Körnung 80–120) oder einem Hobel 1–2 mm Material abnehmen. Anschließend die bearbeitete Stelle mit Lack oder Lasur versiegeln, damit keine neue Feuchtigkeit eindringen kann. Tipp: Warten Sie nicht bis zum Sommer – im Winter, wenn die Tür geschrumpft ist, können Sie besser arbeiten.
Die Falle oder der Riegel trifft nicht richtig auf das Schließblech (Metallplatte im Türrahmen). Die Tür lässt sich nur mit Kraft schließen oder springt wieder auf.
Schließblech-Schrauben lösen und das Blech um 1–2 mm in die richtige Position verschieben. Alternativ: Die Aussparung im Schließblech mit einer Feile vergrößern. Bei größerer Verschiebung müssen Sie das Schließblech neu einlassen (Stechbeitel + Holzleim).
Massivholztüren können sich bei Temperaturschwankungen verziehen. Symptom: Die Tür schließt oben, aber nicht unten (oder umgekehrt). Bei leichtem Verzug helfen Einlagen in den Scharnieren (dünne Unterlegscheiben oder Pappstreifen), um die Tür auszurichten.
Besonders in Altbauten: Der Türrahmen hat sich durch Setzung des Gebäudes verschoben. Hier hilft nur eine professionelle Korrektur – Rahmen richten oder neu setzen. Kosten: 100–300 Euro.
Wenn nicht die Tür selbst klemmt, sondern das Schloss schwergängig ist: Graphitspray oder Silikonöl ins Schlüsselloch sprühen (kein WD-40 – das verharzt!). Hilft das nicht, muss das Schloss getauscht werden: 30–80 Euro Material, 50–100 Euro Einbau.
| Reparatur | Selbst (Material) | Handwerker |
|---|---|---|
| Scharniere nachziehen | 0 € (Schraubendreher) | 50–80 € |
| Tür abhobeln/schleifen | 5–15 € (Schleifpapier) | 80–150 € |
| Schließblech nachstellen | 0–5 € | 50–100 € |
| Türschloss tauschen | 30–80 € | 80–180 € |
| Türrahmen richten | – | 100–300 € |
| Neue Zimmertür einbauen | 80–300 € (Tür) | 200–500 € |
Mieter-Tipp: Zimmertüren gehören zur Mietsache. Klemmt eine Tür durch Verschleiß oder Gebäudesetzung, ist der Vermieter für die Reparatur zuständig. Haben Sie selbst die Tür beschädigt (z.B. durch Bohrlöcher), tragen Sie die Kosten.
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Jetzt Handwerker findenNach dem Streichen, Tapezieren oder Verlegen eines neuen Bodens klemmen Türen häufig, weil sich die Maße minimal verändert haben. Bei neuem Bodenbelag: Tür aushängen und unten 2–5 mm abhobeln oder mit einer Stichsäge kürzen. Nach dem Streichen: Farbe trocknen lassen und prüfen, ob die Scharnierseite durch Farbschichten dicker geworden ist.
Ja, bei Holztüren völlig normal. Holz dehnt sich bei Feuchtigkeit aus und schrumpft bei Trockenheit. Wenn die Tür nur im Sommer leicht klemmt, können Sie sie im Winter etwas schleifen – dann passt sie das ganze Jahr.
Für die meisten Reparaturen reichen: Schraubendreher (Kreuz und Schlitz), Schleifpapier (Körnung 80–120), Holzleim und ggf. ein kleiner Hobel. Gesamtkosten für Werkzeug: unter 20 Euro im Baumarkt.
Ja, mit einer Stichsäge oder Handkreissäge. Tür aushängen, Schnittlinie anzeichnen (Klebeband auf die Schnittlinie kleben verhindert Ausrisse), sägen und Kante mit Schleifpapier glätten. Bei furnierten Türen vorsichtig arbeiten, damit das Furnier nicht absplittert.
Bei der Haustür sollten Sie vorsichtiger sein: Sie ist sicherheitsrelevant und oft Teil der Gebäudeversicherung. Scharniere nachziehen ist ok, aber Hobeln oder strukturelle Änderungen sollte ein Fachmann machen. In Mietwohnungen ist die Haustür immer Sache des Vermieters.
Einen Tropfen Silikonöl oder Nähmaschinenöl auf die Scharniere geben. Tür mehrmals öffnen und schließen, damit sich das Öl verteilt. Kein WD-40 verwenden – es wirkt kurzfristig, verharzt aber und macht das Problem langfristig schlimmer.
Normaler Verschleiß und Gebäudesetzung sind Sache des Vermieters. Schäden durch den Mieter (eingetretene Tür, Beschädigungen durch Umzug) zahlt der Mieter. Kleinreparaturen unter 75–100 Euro können je nach Mietvertrag dem Mieter obliegen.
Reparatur lohnt sich fast immer, wenn die Tür selbst intakt ist (kein tiefer Riss, keine starke Verzogene). Eine neue Zimmertür mit Einbau kostet 200–500 Euro, eine Reparatur meist unter 100 Euro. Nur bei massivem Verzug oder Beschädigungen ist ein Neukauf sinnvoller.