Wenn eine Steckdose nicht funktioniert, prüfen Sie zuerst den Sicherungskasten: Ist eine Sicherung rausgeflogen oder der FI-Schalter (RCD) ausgelöst? In 70 % der Fälle ist das die Ursache – Sicherung wieder einschalten und Problem gelöst. Alles, was darüber hinausgeht (Steckdose tauschen, Leitungen reparieren), muss ein zugelassener Elektriker machen – Kosten: 80 bis 200 Euro.
Lebensgefahr! Arbeiten an der Elektrik dürfen in Deutschland nur von zugelassenen Elektrofachbetrieben durchgeführt werden. Öffnen Sie niemals selbst eine Steckdose oder manipulieren Sie Leitungen – es besteht Stromschlaggefahr (230 Volt Netzspannung können tödlich sein). Auch das Tauschen einer Steckdose ist per Gesetz dem Fachmann vorbehalten.
Schauen Sie im Sicherungskasten nach, ob eine Sicherung herausgesprungen ist (Schalter steht in Mittelstellung oder auf „aus"). Schalten Sie die Sicherung wieder ein. Springt sie sofort wieder raus, liegt ein Defekt vor – Elektriker rufen.
Der FI-Schalter schützt vor Stromschlägen und schaltet bei Fehlern den Strom ab. Ist er ausgelöst, steht der Schalter in Mittelstellung. Erst ganz ausschalten, dann wieder einschalten. Springt er erneut raus, ist ein defektes Gerät oder eine schadhafte Leitung die Ursache.
Stecken Sie ein anderes Gerät ein, von dem Sie wissen, dass es funktioniert (Ladegerät, Lampe). Funktioniert dieses auch nicht, liegt das Problem an der Steckdose oder der Leitung. Funktioniert es, war Ihr ursprüngliches Gerät defekt.
Funktioniert nur eine Steckdose nicht, ist wahrscheinlich sie selbst defekt. Funktionieren alle Steckdosen im Raum nicht, hängen sie an derselben Sicherung – prüfen Sie den Sicherungskasten. Funktioniert im gesamten Haus nichts, könnte ein Stromausfall vorliegen.
Eine Sicherung fliegt raus, wenn zu viele Geräte gleichzeitig laufen (Überlastung) oder ein Gerät einen Kurzschluss verursacht. Lösung: Geräte vom Stromkreis nehmen, Sicherung einschalten.
Der FI-Schalter reagiert auf Fehlerströme – z.B. durch ein defektes Gerät oder Feuchtigkeit in einer Steckdose. Verdächtige Geräte abstecken und FI-Schalter wieder aktivieren. Bleibt er aktiv: Gut. Fällt er erneut: Elektriker rufen.
Besonders in älteren Häusern können Klemmverbindungen sich lösen oder Aluminiumleitungen brechen. Symptom: Steckdose funktioniert manchmal und manchmal nicht, oder es riecht leicht angebrannt. Sofort Strom abschalten und Elektriker rufen – Brandgefahr!
Kontakte in der Steckdose sind verschlissen, verbrannt oder korrodiert. Erkennbar an Verfärbungen, Schmelzspuren oder dem Stecker sitzt extrem locker. Ein Austausch kostet 80–150 Euro inkl. Arbeit.
Bei Renovierungsarbeiten (Bohrungen!) oder durch Alterung kann ein Kabel in der Wand beschädigt werden. Hier muss der Elektriker die Leitung orten, freilegen und reparieren. Kosten: 150–400 Euro.
| Reparatur | Kosten (ca.) |
|---|---|
| Sicherung tauschen / FI-Schalter prüfen | 80–120 € |
| Steckdose austauschen | 80–150 € |
| Klemme nachziehen / Kontakt reparieren | 80–150 € |
| Defekte Leitung reparieren | 150–400 € |
| Neue Leitung verlegen (mit Schlitzen) | 200–500 € |
| Notdienst Elektriker (Nacht/Wochenende) | 150–350 € |
Mieter-Tipp: Elektro-Reparaturen an fest verbauten Installationen (Steckdosen, Leitungen, Sicherungskasten) sind Sache des Vermieters. Informieren Sie ihn sofort – besonders bei Brandgeruch oder Funkenbildung.
Kostenlos Angebote von Elektrofachbetrieben erhalten – sicher und geprüft.
Jetzt Elektriker findenNein. In Deutschland dürfen Arbeiten an der Elektroinstallation nur von eingetragenen Elektrofachbetrieben durchgeführt werden. Das gilt auch für das Tauschen einer Steckdose. Verstöße können den Versicherungsschutz kosten.
Stecken Sie alle Geräte am betroffenen Stromkreis ab und schalten Sie die Sicherung ein. Stecken Sie die Geräte nacheinander wieder ein. Das Gerät, bei dem die Sicherung fliegt, ist defekt. Fliegt die Sicherung ohne angeschlossene Geräte, liegt ein Leitungsdefekt vor – Elektriker beauftragen.
Der Stundensatz für Elektriker liegt 2026 zwischen 50 und 80 Euro netto. Hinzu kommen Anfahrtskosten (20–50 Euro) und Materialkosten. Notdienste am Wochenende oder nachts kosten 100–150 Euro pro Stunde.
Defekte an der fest verbauten Elektroinstallation zahlt der Vermieter. Ist ein eigenes Gerät des Mieters die Ursache (z.B. defekter Wasserkocher hat die Sicherung ausgelöst), trägt der Mieter die Kosten für den Gerätetausch.
Ja. Lose Kontakte, beschädigte Kabel oder überlastete Steckdosen können sich erhitzen und im schlimmsten Fall einen Kabelbrand auslösen. Bei Brandgeruch, Verfärbungen oder Schmelzspuren sofort Strom abschalten und den Elektriker rufen.
Häufiges Auslösen deutet auf ein Gerät mit Fehlerstrom oder Feuchtigkeit in der Installation hin. Alle Geräte abstecken, FI einschalten, Geräte einzeln anschließen. Tritt das Problem bei einem bestimmten Gerät auf, ist dieses defekt.
Eine Standard-Steckdose ist für maximal 3.680 Watt ausgelegt (230V x 16A). Mehrfachsteckdosen sollten nicht hintereinander gesteckt werden. Hochleistungsgeräte (Heizlüfter, Wasserkocher) nie zusammen an einer Mehrfachsteckdose betreiben.