Ein defekter Rolladen liegt meist an einem gerissenen Gurt (Tausch: 15–30 Euro selbst, 60–120 Euro vom Handwerker), ausgehängten Lamellen oder einem defekten Motor bei Elektro-Rolladen (Motortausch: 200–400 Euro). Gurt und Lamellen können Sie oft selbst reparieren. Bei elektrischen Rolladen oder Arbeiten am Rolladenkasten ist der Fachmann empfehlenswert.
Rollladen gehören zu den meistgenutzten Bauteilen am Haus – sie werden täglich bewegt und sind Wind und Wetter ausgesetzt. Entsprechend häufig treten Defekte auf. Die gute Nachricht: Viele Probleme lassen sich mit wenig Aufwand selbst beheben.
Das häufigste Problem bei Gurtwickler-Rolladen. Der Textilgurt verschleißt durch tägliche Nutzung nach 8–15 Jahren. Symptom: Gurt fasert aus, reißt oder der Rolladen lässt sich nicht mehr hochziehen.
1. Rolladen vollständig herunterlassen. 2. Gurtwickler-Abdeckung abschrauben. 3. Alten Gurt von der Wickelrolle lösen. 4. Neuen Gurt einfädeln und befestigen (Gurte gibt es in verschiedenen Breiten: 14 mm Mini, 23 mm Standard – messen Sie vorher). 5. Am Rolladenkasten den Gurt an der Welle befestigen. Material: 8–15 Euro für einen Gurt mit Gurtwickler-Rolle.
Einzelne Lamellen sind aus der Führungsschiene gesprungen oder eine Lamelle ist gebrochen. Lösung: Rolladenkasten öffnen, Lamelle wieder in die Schiene führen oder gebrochene Lamelle austauschen. Ersatzlamellen gibt es ab 5 Euro pro Stück im Baumarkt.
Bei Elektro-Rolladen: Motor brummt aber der Rolladen bewegt sich nicht, oder es passiert gar nichts. Ursachen: Motor durchgebrannt, Kondensator defekt oder Endschalter verstellt. Motortausch: 150–300 Euro (Material) plus 100–200 Euro Einbau.
Der Rolladen rutscht nach dem Loslassen langsam herunter. Bei Gurtwicklern: Die Feder im Gurtwickler ist gebrochen. Gurtwickler komplett tauschen (10–25 Euro, einfache Montage). Bei Kurbel-Rolladen: Getriebe verschlissen – Fachmann beauftragen.
Bei Elektro-Rolladen: Endschalter falsch eingestellt. Meist an der Seite des Motors über kleine Stellschrauben justierbar. Bei manuellen Rolladen: Gurt hat sich verheddert oder die Welle ist aus der Lagerung gerutscht.
| Reparatur | Selbst | Handwerker |
|---|---|---|
| Gurt tauschen | 8–15 € | 60–120 € |
| Einzelne Lamelle tauschen | 5–20 € | 50–100 € |
| Gurtwickler komplett tauschen | 15–30 € | 80–150 € |
| Elektromotor tauschen | 150–300 € | 250–500 € |
| Rolladen komplett neu (manuell) | – | 200–500 € |
| Rolladen komplett neu (elektrisch) | – | 400–900 € |
Mieter-Tipp: Rolladen gehören zum Mietobjekt – Reparaturen sind Sache des Vermieters, sofern der Defekt nicht durch unsachgemäße Nutzung des Mieters entstanden ist. Melden Sie den Schaden schriftlich.
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Jetzt Handwerker findenJa, das ist eine der einfachsten Heimwerker-Reparaturen. Sie brauchen nur einen Schraubenzieher und 30–45 Minuten Zeit. Wichtig: Die richtige Gurtbreite kaufen (14 mm oder 23 mm) und darauf achten, dass die Feder im Gurtwickler beim Arbeiten gesichert ist.
Ein Nachrüst-Rohrmotor kostet 80–200 Euro. Mit Einbau und ggf. Stromanschluss rechnen Sie mit 200–500 Euro pro Rolladen. Smart-Home-fähige Motoren kosten 50–100 Euro mehr, lassen sich aber per App und Zeitschaltuhr steuern.
Der Vermieter, da Rollladen zur Mietsache gehören. Ausnahme: Wenn der Defekt nachweislich durch unsachgemäße Bedienung des Mieters entstanden ist oder die Kleinreparaturklausel greift (meist bis 75–100 Euro).
Qualitätsmotoren (Somfy, Rademacher) halten 15–25 Jahre bei normaler Nutzung. Billigmotoren können schon nach 5–8 Jahren ausfallen. Achten Sie auf Motoren mit mindestens 5 Jahren Garantie.
Bei Gurtwickler: Prüfen Sie ob der Gurt gerissen ist. Bei Elektro: Prüfen Sie Sicherung und Schalter. Wenn nichts hilft: Rolladenkasten öffnen (Revisionsdeckel) und den Rolladen von Hand auf die Welle wickeln. Für die eigentliche Reparatur dann den Fachmann rufen.
Standard-Rolladen bieten keinen Einbruchschutz. Für erhöhte Sicherheit gibt es Rolladen mit Hochschiebe-Sicherung und Widerstandsklasse RC2. Nachrüstung möglich: 100–300 Euro pro Fenster für Hochschiebesicherungen.
Ja. Ein geschlossener Rolladen bildet ein Luftpolster vor dem Fenster und reduziert den Wärmeverlust um 10–20 %. Ist der Rolladen dauerhaft oben, fehlt dieser Wärmeschutz – besonders in kalten Nächten.