Eine neue Heizung kostet je nach System zwischen 6.000 und 35.000 Euro inklusive Einbau. Seit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) müssen neue Heizungen mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen. In der Praxis bedeutet das: Die Wärmepumpe ist für die meisten Eigenheime die Standardlösung geworden – gefördert mit bis zu 70 % durch die KfW.
Gasheizungen sind als alleinige Heizung für Neubauten nicht mehr zulässig. Im Bestand gibt es Übergangsfristen bis 2028 (Großstädte) bzw. 2030 (Gemeinden unter 100.000 Einwohner). Wer jetzt tauscht, sollte zukunftssicher planen.
Die folgende Tabelle zeigt die Anschaffungskosten inklusive Einbau für ein durchschnittliches Einfamilienhaus (ca. 150 m²):
| Heizsystem | Kosten inkl. Einbau | Förderung | GEG-konform? |
|---|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 15.000–25.000 € | bis 70 % | Ja |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe | 20.000–35.000 € | bis 70 % | Ja |
| Pelletheizung | 15.000–25.000 € | bis 70 % | Ja |
| Fernwärme | 5.000–15.000 € | bis 70 % | Ja |
| Gas-Hybridheizung | 12.000–20.000 € | bis 70 % | Ja (mit WP) |
| Gasheizung (nur Bestand) | 6.000–12.000 € | Keine | Nur mit Übergang |
| Ölheizung | 8.000–14.000 € | Keine | Nein (Verbot) |
Wichtig: Die tatsächlichen Kosten nach Förderung sind entscheidend. Eine Wärmepumpe für 20.000 € kostet mit maximaler KfW-Förderung (70 %) nur noch 6.000 € – günstiger als eine neue Gasheizung ohne Förderung.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist das meistverkaufte System in Deutschland. Hier die Kostenaufstellung:
| Posten | Kosten |
|---|---|
| Wärmepumpe (Gerät) | 8.000–15.000 € |
| Pufferspeicher (300–500 l) | 1.000–2.500 € |
| Montage und Anschluss | 3.000–6.000 € |
| Demontage Altanlage | 500–2.000 € |
| Elektriker (Zählerkasten, Leitung) | 500–2.000 € |
| Fundament für Außeneinheit | 300–800 € |
| Hydraulischer Abgleich | 500–1.200 € |
Gesamtkosten Luft-Wasser-Wärmepumpe: 15.000–25.000 € (vor Förderung). Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) ist 5.000–10.000 € teurer wegen der Erdsondenbohrung, dafür aber effizienter und langfristig günstiger im Betrieb.
Je nach Gebäudezustand können weitere Maßnahmen nötig sein:
| Maßnahme | Kosten | Wann nötig? |
|---|---|---|
| Heizkörper tauschen (Niedertemperatur) | 300–600 € pro Stück | Wenn alte Heizkörper zu klein für WP |
| Fußbodenheizung nachrüsten | 50–100 € pro m² | Ideal für WP, aber nicht zwingend |
| Schornstein stilllegen | 500–1.500 € | Wenn kein Schornstein mehr gebraucht wird |
| Öltank entsorgen | 500–2.000 € | Bei Umstieg von Öl auf WP |
| Energieberatung (iSFP) | 300–500 € (nach Förderung) | Empfohlen für maximale Förderung |
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bietet großzügige Zuschüsse beim Heizungstausch. Die Bausteine können kombiniert werden:
Für alle Wärmepumpen, Pelletheizungen, Solarthermie und Fernwärmeanschluss. Gilt für alle Eigentümer.
Wenn Sie eine funktionierende Öl-, Gas- oder Kohleheizung ersetzen, die noch nicht kaputt ist. Selbstnutzer-Eigentümer erhalten diesen Bonus.
Für Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von max. 40.000 € pro Jahr.
Für besonders effiziente Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel (z. B. Propan) oder Erdwärmepumpen.
Rechenbeispiel: Wärmepumpe für 20.000 € mit 70 % Förderung (30 % Grund + 20 % Klimabonus + 20 % Einkommensbonus) = nur 6.000 € Eigenanteil. Maximale Fördersumme: 21.000 € bei 30.000 € förderfähigen Kosten.
Neben den Anschaffungskosten sind die laufenden Kosten entscheidend. Berechnung für ein Einfamilienhaus (150 m², 18.000 kWh Wärmebedarf):
| Heizsystem | Verbrauchskosten/Jahr | Wartung/Jahr | Gesamt/Jahr |
|---|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 900–1.400 € | 150–250 € | 1.050–1.650 € |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe | 700–1.100 € | 100–200 € | 800–1.300 € |
| Pelletheizung | 1.000–1.600 € | 200–400 € | 1.200–2.000 € |
| Gasheizung | 1.800–2.400 € | 150–300 € | 1.950–2.700 € |
| Ölheizung | 2.000–2.800 € | 200–350 € | 2.200–3.150 € |
Fazit: Die Wärmepumpe spart gegenüber der Gasheizung rund 900–1.100 € pro Jahr an Betriebskosten. Zusammen mit der Förderung amortisiert sich der höhere Anschaffungspreis oft schon nach 5–8 Jahren.
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Erdwärme ist effizienter, aber die Bohrung kostet 5.000–10.000 € extra. Luft-Wasser reicht für die meisten Häuser.
Oft reichen die vorhandenen Heizkörper bei niedrigeren Vorlauftemperaturen aus. Hydraulischer Abgleich statt komplettem Tausch.
Mit eigener Photovoltaik betreiben Sie die Wärmepumpe teilweise mit kostenlosem Strom – bis zu 30 % weniger Betriebskosten.
Die KfW-Fördermittel sind begrenzt. Wer früh beantragt, sichert sich den Zuschuss, bevor die Töpfe leer sind.
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Jetzt Heizungsbauer findenNein. Funktionierende Gasheizungen dürfen weiterbetrieben werden. Erst wenn die kommunale Wärmeplanung vorliegt und Ihre Heizung kaputt geht, greift die 65-%-Regel. Übergangsfristen: Großstädte bis 2028, kleinere Gemeinden bis 2030.
Ja, in den meisten Fällen. Moderne Hochtemperatur-Wärmepumpen liefern bis zu 70 °C Vorlauftemperatur. Oft reichen die vorhandenen Heizkörper aus, wenn ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wird. Ideal ist eine Kombination mit Dämmmaßnahmen.
Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen im Betrieb 35–50 dB(A). Das entspricht einem leisen Gespräch. Im Nachtmodus sind es oft nur 30–35 dB(A). Wichtig ist der richtige Aufstellort mit Abstand zum Nachbargebäude (mindestens 3 m empfohlen).
Die Lebensdauer liegt bei 15–25 Jahren, ähnlich wie bei einer Gasheizung. Erdwärmepumpen halten tendenziell länger (20–30 Jahre), da der Verdichter weniger beansprucht wird.
Der reine Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe dauert 2–5 Tage. Mit Demontage, Elektroanschluss und hydraulischem Abgleich planen Sie 1–2 Wochen ein. Bei Erdwärme kommen 2–3 Tage für die Bohrung hinzu.
Nein, KfW-Zuschuss und Steuerbonus (§35c EStG) sind nicht kombinierbar. In den meisten Fällen ist der KfW-Zuschuss deutlich attraktiver, da er bis zu 70 % beträgt.