Heizung tauschen Kosten 2026 – Wärmepumpe, Gas und Pellets im Vergleich

Eine neue Heizung kostet je nach System zwischen 6.000 und 35.000 Euro inklusive Einbau. Seit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) müssen neue Heizungen mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen. In der Praxis bedeutet das: Die Wärmepumpe ist für die meisten Eigenheime die Standardlösung geworden – gefördert mit bis zu 70 % durch die KfW.

Gasheizungen sind als alleinige Heizung für Neubauten nicht mehr zulässig. Im Bestand gibt es Übergangsfristen bis 2028 (Großstädte) bzw. 2030 (Gemeinden unter 100.000 Einwohner). Wer jetzt tauscht, sollte zukunftssicher planen.

15.000–35.000 €
Wärmepumpe komplett
bis 70 %
KfW-Förderung möglich
30–50 %
weniger Heizkosten
Kostenlos
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Heizsysteme im Kostenvergleich 2026

Die folgende Tabelle zeigt die Anschaffungskosten inklusive Einbau für ein durchschnittliches Einfamilienhaus (ca. 150 m²):

HeizsystemKosten inkl. EinbauFörderungGEG-konform?
Luft-Wasser-Wärmepumpe15.000–25.000 €bis 70 %Ja
Sole-Wasser-Wärmepumpe20.000–35.000 €bis 70 %Ja
Pelletheizung15.000–25.000 €bis 70 %Ja
Fernwärme5.000–15.000 €bis 70 %Ja
Gas-Hybridheizung12.000–20.000 €bis 70 %Ja (mit WP)
Gasheizung (nur Bestand)6.000–12.000 €KeineNur mit Übergang
Ölheizung8.000–14.000 €KeineNein (Verbot)

Wichtig: Die tatsächlichen Kosten nach Förderung sind entscheidend. Eine Wärmepumpe für 20.000 € kostet mit maximaler KfW-Förderung (70 %) nur noch 6.000 € – günstiger als eine neue Gasheizung ohne Förderung.

Wärmepumpe: Kosten im Detail

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist das meistverkaufte System in Deutschland. Hier die Kostenaufstellung:

PostenKosten
Wärmepumpe (Gerät)8.000–15.000 €
Pufferspeicher (300–500 l)1.000–2.500 €
Montage und Anschluss3.000–6.000 €
Demontage Altanlage500–2.000 €
Elektriker (Zählerkasten, Leitung)500–2.000 €
Fundament für Außeneinheit300–800 €
Hydraulischer Abgleich500–1.200 €

Gesamtkosten Luft-Wasser-Wärmepumpe: 15.000–25.000 € (vor Förderung). Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) ist 5.000–10.000 € teurer wegen der Erdsondenbohrung, dafür aber effizienter und langfristig günstiger im Betrieb.

Mögliche Zusatzkosten

Je nach Gebäudezustand können weitere Maßnahmen nötig sein:

MaßnahmeKostenWann nötig?
Heizkörper tauschen (Niedertemperatur)300–600 € pro StückWenn alte Heizkörper zu klein für WP
Fußbodenheizung nachrüsten50–100 € pro m²Ideal für WP, aber nicht zwingend
Schornstein stilllegen500–1.500 €Wenn kein Schornstein mehr gebraucht wird
Öltank entsorgen500–2.000 €Bei Umstieg von Öl auf WP
Energieberatung (iSFP)300–500 € (nach Förderung)Empfohlen für maximale Förderung

KfW-Förderung 2026: bis zu 70 % Zuschuss

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bietet großzügige Zuschüsse beim Heizungstausch. Die Bausteine können kombiniert werden:

Grundförderung: 30 %

Für alle Wärmepumpen, Pelletheizungen, Solarthermie und Fernwärmeanschluss. Gilt für alle Eigentümer.

Klimageschwindigkeitsbonus: +20 %

Wenn Sie eine funktionierende Öl-, Gas- oder Kohleheizung ersetzen, die noch nicht kaputt ist. Selbstnutzer-Eigentümer erhalten diesen Bonus.

Einkommensbonus: +30 %

Für Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von max. 40.000 € pro Jahr.

Effizienzbonus: +5 %

Für besonders effiziente Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel (z. B. Propan) oder Erdwärmepumpen.

Rechenbeispiel: Wärmepumpe für 20.000 € mit 70 % Förderung (30 % Grund + 20 % Klimabonus + 20 % Einkommensbonus) = nur 6.000 € Eigenanteil. Maximale Fördersumme: 21.000 € bei 30.000 € förderfähigen Kosten.

Jährliche Betriebskosten im Vergleich

Neben den Anschaffungskosten sind die laufenden Kosten entscheidend. Berechnung für ein Einfamilienhaus (150 m², 18.000 kWh Wärmebedarf):

HeizsystemVerbrauchskosten/JahrWartung/JahrGesamt/Jahr
Luft-Wasser-Wärmepumpe900–1.400 €150–250 €1.050–1.650 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe700–1.100 €100–200 €800–1.300 €
Pelletheizung1.000–1.600 €200–400 €1.200–2.000 €
Gasheizung1.800–2.400 €150–300 €1.950–2.700 €
Ölheizung2.000–2.800 €200–350 €2.200–3.150 €

Fazit: Die Wärmepumpe spart gegenüber der Gasheizung rund 900–1.100 € pro Jahr an Betriebskosten. Zusammen mit der Förderung amortisiert sich der höhere Anschaffungspreis oft schon nach 5–8 Jahren.

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Luft-Wasser statt Erdwärme

Erdwärme ist effizienter, aber die Bohrung kostet 5.000–10.000 € extra. Luft-Wasser reicht für die meisten Häuser.

Bestehende Heizkörper prüfen

Oft reichen die vorhandenen Heizkörper bei niedrigeren Vorlauftemperaturen aus. Hydraulischer Abgleich statt komplettem Tausch.

PV-Anlage kombinieren

Mit eigener Photovoltaik betreiben Sie die Wärmepumpe teilweise mit kostenlosem Strom – bis zu 30 % weniger Betriebskosten.

Nicht zu lange warten

Die KfW-Fördermittel sind begrenzt. Wer früh beantragt, sichert sich den Zuschuss, bevor die Töpfe leer sind.

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Häufige Fragen zum Heizungstausch

Muss ich meine Gasheizung sofort austauschen?

Nein. Funktionierende Gasheizungen dürfen weiterbetrieben werden. Erst wenn die kommunale Wärmeplanung vorliegt und Ihre Heizung kaputt geht, greift die 65-%-Regel. Übergangsfristen: Großstädte bis 2028, kleinere Gemeinden bis 2030.

Funktioniert eine Wärmepumpe auch im Altbau?

Ja, in den meisten Fällen. Moderne Hochtemperatur-Wärmepumpen liefern bis zu 70 °C Vorlauftemperatur. Oft reichen die vorhandenen Heizkörper aus, wenn ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wird. Ideal ist eine Kombination mit Dämmmaßnahmen.

Wie laut ist eine Wärmepumpe?

Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen im Betrieb 35–50 dB(A). Das entspricht einem leisen Gespräch. Im Nachtmodus sind es oft nur 30–35 dB(A). Wichtig ist der richtige Aufstellort mit Abstand zum Nachbargebäude (mindestens 3 m empfohlen).

Wie lange hält eine Wärmepumpe?

Die Lebensdauer liegt bei 15–25 Jahren, ähnlich wie bei einer Gasheizung. Erdwärmepumpen halten tendenziell länger (20–30 Jahre), da der Verdichter weniger beansprucht wird.

Wie lange dauert der Heizungstausch?

Der reine Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe dauert 2–5 Tage. Mit Demontage, Elektroanschluss und hydraulischem Abgleich planen Sie 1–2 Wochen ein. Bei Erdwärme kommen 2–3 Tage für die Bohrung hinzu.

Kann ich Förderung und Steuerbonus kombinieren?

Nein, KfW-Zuschuss und Steuerbonus (§35c EStG) sind nicht kombinierbar. In den meisten Fällen ist der KfW-Zuschuss deutlich attraktiver, da er bis zu 70 % beträgt.

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