Undichte Fenster verursachen hohe Heizkosten und Zugluft. Bei intaktem Rahmen reicht oft eine neue Dichtung (5–30 Euro, Selbstmontage möglich) oder das Nachstellen der Beschläge. Sind Rahmen oder Verglasung beschädigt, muss das Fenster getauscht werden – Kosten: 400 bis 1.200 Euro pro Fenster inkl. Einbau. Die KfW fördert den Fenstertausch mit bis zu 20 % Zuschuss.
Undichte Fenster sind einer der größten Energiefresser im Haushalt. Durch ein einziges undichtes Fenster können pro Heizsaison 50–200 Euro an Heizkosten verloren gehen. Der einfache Test: Halten Sie eine brennende Kerze an den Fensterrahmen – flackert sie, zieht Luft durch. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen alle Optionen – vom einfachen Abdichten bis zum kompletten Fenstertausch.
Halten Sie eine brennende Kerze langsam am gesamten Fensterrahmen entlang. Flackert die Flamme, dringt an dieser Stelle Luft ein. Am besten bei Wind und geschlossenen Türen testen.
Legen Sie ein Blatt Papier zwischen Fensterflügel und Rahmen und schließen Sie das Fenster. Lässt sich das Papier leicht herausziehen, ist die Dichtung an dieser Stelle nicht mehr ausreichend.
Die einfachste und häufigste Lösung: Alte Dichtung herausziehen, Nut reinigen und neue Dichtung eindrücken. Passende Dichtungsprofile gibt es im Baumarkt (3–8 Euro pro Meter). Wichtig: Das richtige Profil wählen – messen Sie die Nut und nehmen Sie ein Stück der alten Dichtung als Muster mit.
Wenn das Fenster klemmt, schleift oder nicht mehr richtig schließt, können die Beschläge verstellt sein. Mit einem Inbusschlüssel (4 mm) können Sie die Andruckstärke und die Position des Flügels anpassen. Im Internet finden Sie Anleitungen für Ihre Fenstermarke. Bei Unsicherheit den Fensterbauer beauftragen.
Bei älteren Holzfenstern kann der Kitt an der Verglasung brüchig werden. Alten Kitt entfernen, Falz reinigen und neuen Fensterkitt oder Silikon auftragen. Bei Kunststofffenstern: Silikon an der Anschlussfuge zwischen Rahmen und Mauerwerk erneuern.
| Maßnahme | Kosten | Spart ca. pro Jahr |
|---|---|---|
| Dichtung erneuern (DIY) | 5–30 €/Fenster | 30–80 € |
| Beschläge nachstellen (Fachmann) | 50–100 €/Fenster | 20–50 € |
| Fensterkitt/Silikon erneuern | 10–40 €/Fenster | 20–40 € |
| Fenster komplett tauschen (2-fach Verglasung) | 400–800 €/Fenster | 80–150 € |
| Fenster komplett tauschen (3-fach Verglasung) | 600–1.200 €/Fenster | 100–200 € |
Fördermittel: Der Fenstertausch auf 3-fach-Verglasung wird von der KfW und dem BAFA gefördert. Zuschüsse von bis zu 20 % sind möglich. Wichtig: Den Antrag VOR Beginn der Arbeiten stellen. Ein Energieberater hilft bei der Antragstellung.
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Jetzt Handwerker findenBeim Wechsel von Einfachverglasung auf 3-fach-Verglasung sparen Sie 100–200 Euro pro Fenster und Jahr an Heizkosten. Bei 10 Fenstern sind das bis zu 2.000 Euro jährlich. Die Investition amortisiert sich oft in 5–8 Jahren.
Der Vermieter. Fenster gehören zur Gebäudesubstanz und deren Instandhaltung ist Vermietersache. Allerdings kann der Vermieter nach einer energetischen Sanierung die Miete um bis zu 8 % der Investitionskosten jährlich erhöhen.
Kondenswasser an der Innenseite entsteht durch hohe Luftfeuchtigkeit und kalte Scheiben – regelmäßiges Lüften hilft. Kondenswasser zwischen den Scheiben bedeutet hingegen: Die Isolierverglasung ist undicht und muss getauscht werden.
Ja, besonders wenn Sie ohnehin tauschen. Der Aufpreis beträgt 50–100 Euro pro Fenster, die Energieeinsparung ist aber deutlich höher. Außerdem ist 3-fach-Verglasung Voraussetzung für die meisten Förderprogramme.
Gute Gummidichtungen halten 10–15 Jahre. Billige Schaumdichtungen aus dem Baumarkt oft nur 2–3 Jahre. Achten Sie auf EPDM-Dichtungen – die sind langlebiger als PVC.
Nein, im Gegenteil! Beschlagen von außen (besonders morgens im Herbst) zeigt, dass die Verglasung gut isoliert. Die Außenscheibe ist so kalt, dass Tau kondensiert – ein Zeichen für moderne, energieeffiziente Fenster.
Ja, erfahrene Fensterbauer arbeiten auch im Winter. Der Einbau dauert 1–2 Stunden pro Fenster. In dieser Zeit ist der Raum kurz offen, danach sofort wieder dicht. Montagefolie schützt vor Kälte während der Arbeiten.