Fassade dämmen Kosten 2026 – WDVS, Einblasdämmung und Förderung

Eine Fassadendämmung kostet zwischen 25 und 350 Euro pro Quadratmeter – je nach Dämmsystem und Material. Das gängigste System ist das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) mit Styropor oder Mineralwolle für 120–250 €/m². Die günstigste Variante ist die Einblasdämmung bei zweischaligem Mauerwerk (25–60 €/m²).

Über die Außenwände geht bis zu 35 % der Heizenergie verloren. Eine gute Fassadendämmung senkt die Heizkosten um 20–30 % und wird von der KfW mit bis zu 20 % bezuschusst (mit iSFP sogar 25 %). Die Amortisation liegt bei 10–20 Jahren.

120–250 €/m²
WDVS komplett
bis 25 %
KfW-Förderung
20–30 %
Heizkostenersparnis
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Dämmsysteme im Kostenvergleich

Die wichtigsten Fassaden-Dämmsysteme und ihre Kosten pro m² (Material + Montage + Gerüst):

DämmsystemKosten pro m²DämmwirkungGeeignet für
WDVS (Styropor/EPS)120–200 €Sehr gutDie meisten Häuser
WDVS (Mineralwolle)140–250 €Sehr gutBrandschutz, Schallschutz
Einblasdämmung25–60 €GutZweischaliges Mauerwerk
Vorgehängte hinterlüftete Fassade180–350 €Sehr gutPremium, Holz/Metall-Optik
Innendämmung60–120 €MäßigDenkmalschutz, Einzelwände

Praxis-Tipp: Wenn Ihre Fassade ohnehin gestrichen oder verputzt werden muss, lohnt sich ein WDVS besonders – das Gerüst steht schon und die Gerüstkosten (30–50 €/m²) fallen nur einmal an.

WDVS: Kosten im Detail

Das Wärmedämmverbundsystem ist die Standardlösung. Aufschlüsselung pro m²:

PostenKosten pro m²
Gerüst30–50 €
Dämmplatten (EPS/Mineralwolle, 14–16 cm)20–50 €
Kleber und Dübel10–20 €
Armierung (Gewebe + Spachtel)15–25 €
Oberputz und Farbe15–35 €
Montage (Arbeitslohn)40–70 €
Fensterlaibungen, Anschlüsse10–20 €

Kostenbeispiele nach Hausgröße

Fassadenfläche = Grundfläche × Geschosse × 2,5 m Wandhöhe minus Fenster (ca. 20 %):

Reihenhaus (80 m² Fassade)

10.000–20.000 €

Nur Front- und Rückfassade, Seitenwände grenzen an Nachbarn. WDVS mit EPS.

Einfamilienhaus (130 m² Fassade)

16.000–32.000 €

Alle vier Seiten, WDVS mit Mineralwolle. Die häufigste Sanierung.

Mehrfamilienhaus (300 m² Fassade)

36.000–75.000 €

WDVS mit Brandschutzanforderungen. Preis pro m² sinkt bei größeren Flächen.

KfW-Förderung für Fassadendämmung

BEG Einzelmaßnahme: bis 20 % Zuschuss

Die KfW bezuschusst die Fassadendämmung mit 15 % der förderfähigen Kosten. Voraussetzung: U-Wert der Wand nach Dämmung max. 0,20 W/(m²K). Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) gibt es 5 % extra = insgesamt 20 %.

Steuerbonus als Alternative

20 % der Kosten über 3 Jahre von der Steuer absetzen (§35c EStG), max. 40.000 € pro Objekt. Nicht kombinierbar mit KfW. Für Selbstnutzer ohne Antragsprozess die einfachere Variante.

Rechenbeispiel: Fassadendämmung EFH für 25.000 € mit 20 % KfW-Zuschuss = 5.000 € Zuschuss → Eigenanteil nur 20.000 €. Heizkostenersparnis ca. 600–900 €/Jahr → Amortisation nach ca. 12–15 Jahren (inkl. Förderung).

Spartipps bei der Fassadendämmung

Mit Fassadenrenovierung kombinieren

Wenn der Putz ohnehin erneuert werden muss: Gerüst und Putzarbeiten fallen nur einmal an. Spart 30–50 €/m².

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Preisunterschiede von 30–40 % sind typisch. Über AuftragsGlück erhalten Sie kostenlos mehrere Angebote.

Einblasdämmung prüfen

Bei zweischaligem Mauerwerk (häufig in Norddeutschland) ist Einblasdämmung 75 % günstiger als WDVS – und genauso effektiv.

Förderung maximieren

Mit iSFP steigt der KfW-Zuschuss von 15 auf 20 %. Der iSFP kostet nach Förderung nur 300–500 € und lohnt sich fast immer.

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Häufige Fragen zur Fassadendämmung

Muss ich mein Haus dämmen?

Eine generelle Dämmpflicht gibt es nicht. Aber: Wenn Sie mehr als 10 % der Fassadenfläche erneuern (z. B. neuer Putz), greift die Nachrüstpflicht nach GEG – dann muss die Wand auf U-Wert 0,24 gedämmt werden.

Wie dick sollte die Dämmung sein?

14–20 cm sind Standard, je nach Dämmmaterial und gewünschtem U-Wert. Für KfW-Förderung muss der U-Wert nach Dämmung unter 0,20 W/(m²K) liegen – das erfordert meist 16–20 cm EPS oder 14–16 cm Mineralwolle.

Entsteht Schimmel durch Fassadendämmung?

Nein – im Gegenteil. Eine korrekt ausgeführte Dämmung verhindert Schimmel, weil die Innenwände wärmer bleiben und kein Kondenswasser entsteht. Schimmelprobleme entstehen nur bei Ausführungsfehlern (z. B. Wärmebrücken).

Wie lange hält ein WDVS?

40–50 Jahre. Die Dämmplatten selbst halten praktisch unbegrenzt. Der Außenputz muss nach 20–30 Jahren eventuell erneuert werden.

Wann ist die beste Jahreszeit für eine Fassadendämmung?

Frühling bis Herbst (April–Oktober). Putz- und Klebearbeiten brauchen Temperaturen über 5 °C. In der Nebensaison (Herbst) sind die Preise oft 10–15 % günstiger.

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