Eine Fassadendämmung kostet zwischen 25 und 350 Euro pro Quadratmeter – je nach Dämmsystem und Material. Das gängigste System ist das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) mit Styropor oder Mineralwolle für 120–250 €/m². Die günstigste Variante ist die Einblasdämmung bei zweischaligem Mauerwerk (25–60 €/m²).
Über die Außenwände geht bis zu 35 % der Heizenergie verloren. Eine gute Fassadendämmung senkt die Heizkosten um 20–30 % und wird von der KfW mit bis zu 20 % bezuschusst (mit iSFP sogar 25 %). Die Amortisation liegt bei 10–20 Jahren.
Die wichtigsten Fassaden-Dämmsysteme und ihre Kosten pro m² (Material + Montage + Gerüst):
| Dämmsystem | Kosten pro m² | Dämmwirkung | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| WDVS (Styropor/EPS) | 120–200 € | Sehr gut | Die meisten Häuser |
| WDVS (Mineralwolle) | 140–250 € | Sehr gut | Brandschutz, Schallschutz |
| Einblasdämmung | 25–60 € | Gut | Zweischaliges Mauerwerk |
| Vorgehängte hinterlüftete Fassade | 180–350 € | Sehr gut | Premium, Holz/Metall-Optik |
| Innendämmung | 60–120 € | Mäßig | Denkmalschutz, Einzelwände |
Praxis-Tipp: Wenn Ihre Fassade ohnehin gestrichen oder verputzt werden muss, lohnt sich ein WDVS besonders – das Gerüst steht schon und die Gerüstkosten (30–50 €/m²) fallen nur einmal an.
Das Wärmedämmverbundsystem ist die Standardlösung. Aufschlüsselung pro m²:
| Posten | Kosten pro m² |
|---|---|
| Gerüst | 30–50 € |
| Dämmplatten (EPS/Mineralwolle, 14–16 cm) | 20–50 € |
| Kleber und Dübel | 10–20 € |
| Armierung (Gewebe + Spachtel) | 15–25 € |
| Oberputz und Farbe | 15–35 € |
| Montage (Arbeitslohn) | 40–70 € |
| Fensterlaibungen, Anschlüsse | 10–20 € |
Fassadenfläche = Grundfläche × Geschosse × 2,5 m Wandhöhe minus Fenster (ca. 20 %):
Nur Front- und Rückfassade, Seitenwände grenzen an Nachbarn. WDVS mit EPS.
Alle vier Seiten, WDVS mit Mineralwolle. Die häufigste Sanierung.
WDVS mit Brandschutzanforderungen. Preis pro m² sinkt bei größeren Flächen.
Die KfW bezuschusst die Fassadendämmung mit 15 % der förderfähigen Kosten. Voraussetzung: U-Wert der Wand nach Dämmung max. 0,20 W/(m²K). Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) gibt es 5 % extra = insgesamt 20 %.
20 % der Kosten über 3 Jahre von der Steuer absetzen (§35c EStG), max. 40.000 € pro Objekt. Nicht kombinierbar mit KfW. Für Selbstnutzer ohne Antragsprozess die einfachere Variante.
Rechenbeispiel: Fassadendämmung EFH für 25.000 € mit 20 % KfW-Zuschuss = 5.000 € Zuschuss → Eigenanteil nur 20.000 €. Heizkostenersparnis ca. 600–900 €/Jahr → Amortisation nach ca. 12–15 Jahren (inkl. Förderung).
Wenn der Putz ohnehin erneuert werden muss: Gerüst und Putzarbeiten fallen nur einmal an. Spart 30–50 €/m².
Preisunterschiede von 30–40 % sind typisch. Über AuftragsGlück erhalten Sie kostenlos mehrere Angebote.
Bei zweischaligem Mauerwerk (häufig in Norddeutschland) ist Einblasdämmung 75 % günstiger als WDVS – und genauso effektiv.
Mit iSFP steigt der KfW-Zuschuss von 15 auf 20 %. Der iSFP kostet nach Förderung nur 300–500 € und lohnt sich fast immer.
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Jetzt Dämmungsbetrieb findenEine generelle Dämmpflicht gibt es nicht. Aber: Wenn Sie mehr als 10 % der Fassadenfläche erneuern (z. B. neuer Putz), greift die Nachrüstpflicht nach GEG – dann muss die Wand auf U-Wert 0,24 gedämmt werden.
14–20 cm sind Standard, je nach Dämmmaterial und gewünschtem U-Wert. Für KfW-Förderung muss der U-Wert nach Dämmung unter 0,20 W/(m²K) liegen – das erfordert meist 16–20 cm EPS oder 14–16 cm Mineralwolle.
Nein – im Gegenteil. Eine korrekt ausgeführte Dämmung verhindert Schimmel, weil die Innenwände wärmer bleiben und kein Kondenswasser entsteht. Schimmelprobleme entstehen nur bei Ausführungsfehlern (z. B. Wärmebrücken).
40–50 Jahre. Die Dämmplatten selbst halten praktisch unbegrenzt. Der Außenputz muss nach 20–30 Jahren eventuell erneuert werden.
Frühling bis Herbst (April–Oktober). Putz- und Klebearbeiten brauchen Temperaturen über 5 °C. In der Nebensaison (Herbst) sind die Preise oft 10–15 % günstiger.